Album Reviews

Babyblaue Progressive Rock Reviews

Ein respektables Debut der Schweizer Formation. Hier gibt es auch nach vielen Durchläufen aufgrund der grossen musikalischen Dichte und der Ideenvielfalt immer wieder etwas neues zu entdecken. Für alle Retroprog-Fans dürfte dieses Album eine Spitzenposition in den Veröffentlichungen dieses Jahres abgeben. Vergleiche mit IQs "Subterranea", Marillions "Brave" oder gar "The Lamb..." von Genesis scheinen durchaus angebracht und auch Fans der Glass Hammer-Magenta-Schiene sollten hier unbedingt mal ein Ohr riskieren.

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Eclipsed Magazine

"Lepidoptera strotzt nur so vor Spielfreude und Ideenreichtum. Es stellt ohne Zweifel einen Meilenstein schweizerischen Progrock-Schaffens dar und dürfte dank seiner Stilvielfalt Liebhaber in den unterschiedlichsten genres finden.

 

www.proggies.ch - Album of the Month

Es gibt Erlebnisse im Leben eines Progfans, die einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen. So geschehen am diesjährigen Progsol-Festival in Solothurn.
Am Samstagabend spielte mit RAK eine Band, die zwar einen einfach zu merkenden Namen hat, aber niemand aus dem anwesenden Publikum wusste genau, was musikalisch erwartet werden konnte. Zugleich war das Konzert die CD-Taufe des neuen Albums "Lepidoptera", was diesen Abend auch für die beteiligten Musiker sehr spannend machte. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Der Auftritt von RAK hat mich begeistert, im Anschluss daran habe ich mir sofort die CD gekauft und schreibe diese Kritik immer noch unter dem Einfluss der Faszination, die dieses Album auf mich ausübt!
Progressive Rock vom Feinsten made in Switzerland! Wie kam es zu diesem aussergewöhnlichen Projekt? RAK war eigentlich als Solo-Arbeit von Marc Grassi geplant. Grassi spielte bereits mit seiner Band Thonk am Progsol vor zwei Jahren und überzeugte dort mit seiner Gewandheit am Keyboard. Nun konnte er für RAK weitere kongeniale Musiker gewinnen, die zu einem dynamischen Gesamtsound beitragen! Sam Siegenthaler ist mit seiner Gitarre eher unscheinbar, spielt aber in den richtigen Momenten prägnante Soli, unterstützt von Tobias Reber an der Touch Guitar, einer Kombination aus Bass und Gitarre. Dann hat man mit Mike Liechti einen exzellenten Drummer am Start, der einen sehr lebenigen Stil besitzt. Und nicht zu vergessen die weibliche Komponente: Silvana Trapp sorgt mit ihrer Violine für folkige Elemente in der Musik von RAK.

"Lepidoptera" ist ein Konzeptalbum in bester Tradition geworden und zieht einem sofort in den Bann. Ich vergleiche es mit Konzeptalben wie IQs "Subterranea" oder Marillions "Brave", welche eine ähnliche Intensität aufweisen. Die Musik stammt aus der Feder von Marc Grassi alias RAK, während sich der Engländer Dave ("Zoz") Thwaites für die Texte verantwortlich zeichnet. Erzählt werden zwei Geschichten, die ineinander verflochten scheinen: Die erste handelt von der faszinierenden Reise des Monarch-Schmetterlings von Nordamerika nach Mexico, die insgesamt mehrere Monate andauert, und in welcher Zeit mehrere Generationen von Schmetterlingen sterben und wiedergeboren werden. Dann ist da dieses Mädchen, welches ebenfalls gezwungen ist, sich zu verändern, um vor einem Leben aus Angst, Missbrauch und Zerbrechlichkeit zu flüchten. Vieles ist sehr fragmentarisch, weiteren Aufschluss über das Gesamtkonzept dürfte deshalb die Homepage der Band bieten

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Live Reviews

PROGSOL 04: 18.09.04 Türbensaal, Bellach

Wie ein Schmetterling mit Stahlflügeln segelte die Musik von «Rak» über die Köpfe des Publikums. Mit Hammond-Klängen und Violine erinnerte der Retro-Prog der Band an Vorbilder aus den 70er-Jahren. Aber die jungen Schweizer mit dem Engländer Dave Thwaites am Mikrofon können auch anders: Heavy-Gitarren, dichte Keyboard-Arrangements von Marc(Rak)Grassi und harte Singtöne sind ein spannender Kontrast zu Violine und zarten Melodiebögen.
Thwaites stand nahe beim Publikum und spannte die Arme auf wie ein Schmetterling, «Lepdidoptera» auf Lateinisch ist der Name der «Rak»-CD, deren Cover vom renommierten Künstler Mark Wilkinson gestaltet wurde. Der Engländer ist bekannt für seine intensiven Werke, die Fantasiewelten beinhalten. Am Festival zeigte er eine kleine Auswahl. Das «Rak»-Cover wurde als Originalprint am Anlass versteigert. Es zeigt eine Waldlichtung in mystischem Mondschein, der Boden ist mit Schmetterlingen übersät und in den Bäumen hängen durchsichtige Kokons, in denen feenhafte Frauen aufs Entpuppen warten. «Rak» sicherte sich mit dem Konzert einen Riss im Kokon.

aus Solothurner Zeitung